HANNOVER BRENNT! – GROSSER BILDUNGSSTREIK AM 09. JUNI UM 11.57 UHR AUF DEM KLAGESMARKT!!!

BILDUNGSSTREIK 2010

AUFRUF ZUM BILDUNGSSTREIK AM 09.06.2010 UM 11:37 UHR AUF DEM KLAGESMARKT!!!

Hunderttausende von SchülerInnen, Eltern und Studierenden protestierten bereits gegen das marode deutsche Bildungssystem. Bundesweit organisierte Bildungsstreiks trieben Menschen in Massen auf die Straßen und bestimmten monatelang die Medien und Parlamentsdebatten. Aus ihrer eigenen Not heraus bildeten SchülerInnen Bündnisse, Arbeitsgruppen und Diskussionsrunden im ganzen Land.
Nach wie vor werden Kinder reicher Eltern in Bildung und Ausbildung bevorzugt – nach wie vor nimmt die Wirtschaft durch u.a. Schoolsponsoring Einfluss auf Lehrinhalte – nach wie vor ist das deutsche Bildungssystem weit davon entfernt, Chancengleichheit zu bieten.
Mittlerweile klingt das Anklagen des Büchergeldes, der Studiengebühren, der fehlenden Lehrkräfte, kaputter Schul-, Uni- oder KiTagebäude und der viel zu großen Schulklassen wie eine alte Leier. Menschen stehen zwischen Diskriminierung ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft und dem Leistungs- und Konkurrenzdruck unserer Ellbogengesellschaft.
Anstatt den Rufen nach einem besseren und gerechten Bildungssystem zumindest ansatzweise nachzukommen, soll der Etat des Kultusministeriums im kommenden Jahr um 50 – 100 Millionen Euro gekürzt werden. Trotzdem wird ein Neubau des niedersächsischen Landtags geplant, der offiziell voraussichtlich 45 Millionen Euro kosten wird. Letztes Jahr wurden innerhalb einer Woche knapp 500 Milliarden Euro von der Bundesregierung für Banken bereitgestellt, die sich selbst durch riskante Spekulationen in den Ruin getrieben haben. Der Landesrechnungshof schlägt außerdem vor, bis zum Jahr 2020 rund 9200 Stellen für Lehrkräfte ersatzlos zu streichen. Der Druck durch G8 (Abitur nach 8 Jahren) wurde letztes Schuljahr sogar für Gesamtschulen eingeführt.
Was klingt wie ein absurder Schlag ins Gesicht aller SchülerInnen, Studierenden und auch Eltern ist leider bittere Realität, die angesichts der vorangegangenen riesigen Proteste sehr schwer zu verstehen scheint.
Dadurch wird klar, dass es in der Politik unserer Landsregierung und der zuständigen Ministerien für Bildung darum geht, der Mehrheit der Jugendlichen den Zugang zu höheren Bildungseinrichtungen (wie z.B. der Universität) systematisch zu erschweren, um eine kleine aber starke Elite zu schaffen und eine breite Masse, die sich mit Praktika und Billigjobs über Wasser halten muss. Deshalb ist diese Politik in höchstem Maße unfair und hat nicht das Geringste mit Demokratie oder sozialer Gerechtigkeit zu tun!

JETZT ERST RECHT! BILDUNGSSTREIK 2010!!!

Weil wir uns diese Ignoranz nach wie vor und jetzt erst recht nicht mehr gefallen lassen, gehen wir auch dieses Jahr ein weiteres Mal auf die Straße! Weil diejenigen, die uns immer noch Steine in den weg legen, sich die Ohren zuhalten, werden wir noch lauter! Weil uns das Menschenrecht auf kostenlose und sozial gerechte Bildung verwehrt wird, fordern wir alle weiterhin:
freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Büchergeld, Studien-, Ausbildungs- und KiTa-Gebühren!
öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe!
Mehr Demokratie in allen Bildungseinrichtungen! Alle Schulgremien müssen zu je einem Drittel mit SchülerInnen, Eltern und Lehrkräften besetzt sein!
Für ein Bildungssystem ohne soziale Ausgrenzung – Eine Schule für alle!
Gemeinsam kämpfen wir weiter!
Bildungsstreik am 09.06.2010 um 11:57 Uhr auf dem KLAGESMARKT!
Für ein gerechtes Bildungssystem!

Bildungsstreik – wir machen weiter!

Bildungsstreik Demo November 2009

Pressemitteilung zum Bildungsstreik 2

Wir machen weiter – Bundesweiter Bildungsstreik am 17.November!

Am 17. November 2009 organisiert das Bildungsbündnis Hannover im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks eine Demonstration um 12 Uhr am Steintorplatz.
„Für eine kostenlose, gerechte und selbstbestimmte Bildung werden wir wieder auf die Straße gehen, bis diese Forderungen Realität werden!“, so das Bildungsbündnis.
Schon im Juni streikten über 250.000 junge Menschen bundesweit gegen die miserablen Bedingungen an den Schulen, Unis und Betrieben.
Große Klassen, veraltetes Lehrmaterial, Noten- und Prüfungsdruck, G8 an Gymnasien und Gesamtschulen, soziale Selektion im Bildungssystem, Büchergeld, Studiengebühren und fehlende Ausbildungsplätze sind für uns Zustände, mit denen wir uns nicht abfinden wollen.
Deshalb wollen wir als SchülerInnen, Studierende und Azubis auf die Straße gehen und für unsere Forderungen streiken! Wir sagen diesem Bildungssystem den Kampf an!
Wir sind:
- Für die Abschaffung aller Bildungsgebühren!
Büchergeld, Studiengebühren und Gebühren für Ausbildungsmaterialien müssen weg!
- Gegen soziale Selektion in der Schule, Uni und in der Ausbildung!
Das heißt für uns: eine Schule für alle, eine gesetzliche Umlagefinanzierung zur Schaffung von neuen Ausbildungsplätzen (Unternehmen, die nicht genügend ausbilden, müssen zahlen!) und für ausreichend Studienplätze ohne Zugangsbeschränkungen
- Gegen Leistungsdruck!
Turboabitur an Gymnasien und Gesamtschulen abschaffen! Gegen den Prüfungsmarathon im Bachelorsystem!
- Für das Recht auf Übernahme im erlernten Beruf!
Wir werden weiter für unser Recht auf eine gute und kostenlose Bildung auf die Straße gehen. Die letzten Demonstrationen gegen dieses Bildungssystem zeigen, dass der Widerstand gegen die miserable Bildungspolitik wächst!
Verbesserungen im Bildungssystem werden von der Landesregierung nicht umgesetzt! Nur durch den Widerstand und der solidarischen Zusammenarbeit der SchülerInnen, Studierenden, Azubis, Eltern, Lehrkräften, Gewerkschaften und uns nahe stehenden Jugendverbänden können wir den notwendigen Druck auf die Politik erzeugen, um diese Forderungen zu erfüllen.

Pressemitteilung zum Streikende

Bildungsstreik 15.06.2009 – 19.06.2009

Pressemitteilung des Bildungsbündnis Hannover 19.06.2009

Auch am fünften Tag der Besetzung des Universitätsgebäudes am Schneiderberg gab es wieder verschiedene geöffnete Seminare und Workshops. SchülerInnen und Studierende diskutierten gemeinsam über verschiedene Themen rund um Bildung, Schule und Uni. Anschließend wurde in einem Streik-Abschluss-Plenum über Perspektiven nach dem Bildungsstreik diskutiert. Viele sprachen sich dafür aus, dass die Treffen des Bildungsbündisses nach den Sommerferien weiter gehen. Das Ziel ist es, einen einen schulunabhängigen selbstverwalteten SchülerInnen-Raum zu erkämpfen. Das Bildungsbündnis fordert von der Stadt, dass sie dafür einen Raum kostenlos zur Verfügung stellt. Auch wollen Studierende und SchülerInnen weiter zusammenarbeiten. Das Bildungsbündnis will verstärkt auch mit Lehrerinnen und Lehrern sowie Dozentinnen und Dozenten zusammenarbeiten.
Wie geplant wurden heute nach dem Abschlussplenum die am Montag von SchülerInnen und Studierenden besetzten Universitätsräume wieder frei gegeben. Die besetzten Räume dienten eine Woche lang als Streik-Raum. Es wurden von hier aus Aktionen geplant und koordiniert, sowie viele Workshops angeboten. Heute Abend soll im selbstverwalteten studentischen „Café Elchkeller“ noch eine Streik-Party statt finden.
In mehreren Städten, unter anderem Heidelberg und Marburg, planen die Aktivistinnen und Aktivisten, die Universitäten weiter besetzt zu halten. Das Bildungsbündnis Hannover solidarisiert sich mit den Universitätsbesetzungen in anderen Städten.

Bei den Aktionen an und in Schulen gab es während der Streik-Woche zahlreiche Einschüchterungsversuche durch Schulleitungen und Polizei. Teilweise wurden Schulen und Klassenzimmer von LehrerInnen und Schulleitungen sogar abgeschlossen. Die Schülerinnen und Schüler wurden daran gehindert, von ihrem Recht auf Versammlungsfreiheit Gebrauch zu machen.
Das Bildungsbündnis Hannover fordert Schülerinnen und Schüler, denen wegen dem Streik mit Konsequenzen gedroht wird, sich per Email zu melden. Pressesprecher Nathan Maurer: „Es ist wichtig, dass wir uns gemeinsam gegen die Sanktionen wehren. Die Streik-Woche hat uns gezeigt: nur wenn wir gemeinsam handeln, sind wir stark.“ Gegen einen Dozenten, der wiederholt SchülerInnen und Studierende beleidigte, wird nun Anzeige erstattet. Trotz der Einschüchterungsversuche beteiligten sich erstaunlich viele am Bildungsstreik. An den Aktionen an den Schulen und an der Besetzung am Montag beteiligten sich etwa 500 SchülerInnen und Studierende und an der Demonstration am Mittwoch gegen 10.000 Personen.

Viele Schülerinnen und Schüler empfanden es als sehr befreiend sich eine Woche dem Leistungsdruck zu entziehen. Pressesprecherin Josephine Walter: „Wir waren erstaunt wie motiviert und begeistert die Schülerinnen und Schüler waren. Viele wollen sich nun für einen schulunabhängigen selbstverwalteten SchülerInnen-Raum einsetzen.“

Bildungsbündnis Hannover
www.bildungsbuendnishannover.blogsport.de

KEINE ANGST VORM SCHULSTREIK!

Lest die Rechtshilfetips zum Bildunsstreik 2009!

Bildungsstreik 15. – 19. Juni 2009

große Beteiligung an“Aktion Schule entern“

Gebäude der Universität besetzt!

Kommt zum Streik-Raum (Schneiderberg 50)
Straßenbahn Nr. 4/5 bis Haltestelle Schneiderberg
Infotelefon 0160 121 08 90

Am Montag 15.06.2009 fand zum Beginn des Bildungsstreiks an den hannoverschen Schulen die Aktion „Schule entern“ statt. Von Schülerinnen und Schülern wurden die Schulen einzeln aufgesucht. Es wurde zum Schulstreik aufgerufen wegen des stärker werdenden Leistungsdrucks in der Schule. Zudem wurde ein SchülerInnen-Raum gefordert, in dem sich schulunbahängig organisiert werden kann. An den spontanen Demonstrationszügen beteiligten sich 400 Schülerinnen und Schüler und schlossen ihre Aktion mit einer Kundgebung vor dem Hauptgebäude der Universität Hannover ab.
Die Pressesprecher des Bildungsbündnis kritisierten scharf, dass an der IGS Linden, IGS List, Werner-von-Siemens-Schule, Luther Schule und Leibniz Schule die Schülerinnen und Schüler eingeschlossen wurden. Die Schulen wollten die Schülerinnen und Schüler daran hindern von ihrem Recht auf Versammlungsfreiheit Gebrauch zu machen.
Parallel zu den Aktionen der Schülerinnen und Schüler besetzten rund 100 Studierende ein Gebäude der Universität (Schneiderberg 50). Die Studierenden protestierten damit gegen die zunehmende Verschulung der Hochschule und die Verdrängung kritischer Seminarinhalte. Spontan unterstützten die Schülerinnen und Schüler die Besetzung der Universität. Zusammen richteten SchülerInnen und Studierende einen Streik-Raum ein. Während der Woche finden im Streik-Raum Vorbereitungen für weitere Aktionen, sowie der Demonstration am Mittwoch, den 17.06.09, um 12.00 Uhr, am Klagesmarkt, statt.
Es fanden Verhandlungen den Streikenden SchülerInnen und Studenten mit mit den für das Uni-Gebäude Zuständigen statt. Die Forderung der Streikenden, dass das Gebäude eine Woche lang für den Streik zur Verfügung steht wurde von den Zuständigen der Universität akzeptiert.

Der erste Tag der Streik-Woche war ein großer Erfolg. Kommt deshalb auch an die nächsten Tagen zahlreich zum Streik-Raum und beteiligt euch an den Aktionen und am Streik-Programm.

Programm für die Streikwoche (wird laufend aktualisiert)Streik-Stundenplan

Demo Mittwoch 12h Klagesmarkt

Achtung: Die große Demonstration am Mittwoch 17. Juni beginnt nicht wie angekündigt am Opernplatz, sondern am Klagesmarkt.
Siehe Termine

Denkblockaden

Bewegung kommt aus den
Beinen und fängt im Kopf an

Zeitung zum Bildungsstreik (als PDF)
AVANTI – Projekt undogmatische Linke

Musikvideo zum Bildungstreik






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