Pressemitteilung zum Streikende

Bildungsstreik 15.06.2009 – 19.06.2009

Pressemitteilung des Bildungsbündnis Hannover 19.06.2009

Auch am fünften Tag der Besetzung des Universitätsgebäudes am Schneiderberg gab es wieder verschiedene geöffnete Seminare und Workshops. SchülerInnen und Studierende diskutierten gemeinsam über verschiedene Themen rund um Bildung, Schule und Uni. Anschließend wurde in einem Streik-Abschluss-Plenum über Perspektiven nach dem Bildungsstreik diskutiert. Viele sprachen sich dafür aus, dass die Treffen des Bildungsbündisses nach den Sommerferien weiter gehen. Das Ziel ist es, einen einen schulunabhängigen selbstverwalteten SchülerInnen-Raum zu erkämpfen. Das Bildungsbündnis fordert von der Stadt, dass sie dafür einen Raum kostenlos zur Verfügung stellt. Auch wollen Studierende und SchülerInnen weiter zusammenarbeiten. Das Bildungsbündnis will verstärkt auch mit Lehrerinnen und Lehrern sowie Dozentinnen und Dozenten zusammenarbeiten.
Wie geplant wurden heute nach dem Abschlussplenum die am Montag von SchülerInnen und Studierenden besetzten Universitätsräume wieder frei gegeben. Die besetzten Räume dienten eine Woche lang als Streik-Raum. Es wurden von hier aus Aktionen geplant und koordiniert, sowie viele Workshops angeboten. Heute Abend soll im selbstverwalteten studentischen „Café Elchkeller“ noch eine Streik-Party statt finden.
In mehreren Städten, unter anderem Heidelberg und Marburg, planen die Aktivistinnen und Aktivisten, die Universitäten weiter besetzt zu halten. Das Bildungsbündnis Hannover solidarisiert sich mit den Universitätsbesetzungen in anderen Städten.

Bei den Aktionen an und in Schulen gab es während der Streik-Woche zahlreiche Einschüchterungsversuche durch Schulleitungen und Polizei. Teilweise wurden Schulen und Klassenzimmer von LehrerInnen und Schulleitungen sogar abgeschlossen. Die Schülerinnen und Schüler wurden daran gehindert, von ihrem Recht auf Versammlungsfreiheit Gebrauch zu machen.
Das Bildungsbündnis Hannover fordert Schülerinnen und Schüler, denen wegen dem Streik mit Konsequenzen gedroht wird, sich per Email zu melden. Pressesprecher Nathan Maurer: „Es ist wichtig, dass wir uns gemeinsam gegen die Sanktionen wehren. Die Streik-Woche hat uns gezeigt: nur wenn wir gemeinsam handeln, sind wir stark.“ Gegen einen Dozenten, der wiederholt SchülerInnen und Studierende beleidigte, wird nun Anzeige erstattet. Trotz der Einschüchterungsversuche beteiligten sich erstaunlich viele am Bildungsstreik. An den Aktionen an den Schulen und an der Besetzung am Montag beteiligten sich etwa 500 SchülerInnen und Studierende und an der Demonstration am Mittwoch gegen 10.000 Personen.

Viele Schülerinnen und Schüler empfanden es als sehr befreiend sich eine Woche dem Leistungsdruck zu entziehen. Pressesprecherin Josephine Walter: „Wir waren erstaunt wie motiviert und begeistert die Schülerinnen und Schüler waren. Viele wollen sich nun für einen schulunabhängigen selbstverwalteten SchülerInnen-Raum einsetzen.“

Bildungsbündnis Hannover
www.bildungsbuendnishannover.blogsport.de





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